Simon & Widdig GbR

Büro für Landschaftsökologie

Sanierung der Nibelungenbrücke bei Worms - Erhalt einer Wochenstube des Großen Mausohrs

Kolonie des Großen Mausohrs in der Nibelungenbrücke

Etwa 55 bis 75 erwachsene, weibliche Große Mausohren (Myotis myotis) haben ihr Wochenstubenquartier in einem Hohlraum in der Nibelungenbrücke bei Worms. Um die nach europäischem und nationalem Naturschutzrecht streng geschützte Fledermausart durch die für die Jahre 2009 bis 2012 geplanten Sanierungsmaßnahmen nicht zu beeinträchtigen, wurden verschiedene Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz der Kolonie geplant und ausgeführt.

Durch Markierung der Tiere, telemetrische Untersuchungen, einen Aussperrungsversuch sowie Video- und Lichtschrankenüberwachung wurde herausgefunden, dass die Kolonie der Nibelungenbrücke in engem Austausch mit der 4,7 Kilometer entfernten Kolonie der St. Peterskirche in Herrnsheim steht. Das dortige Quartier im Giebel der Kirche kann somit während der Bauarbeiten als Ausweichquartier dienen. Um diese "Umsiedlung" möglich zu machen bzw. zu fördern, wurde die Situation im Quartier der Kirche mausohrfreundlicher gestaltet.

Ersatzquartier des Großen Mausohrs an der Nibelungenbrücke

Zusätzlich wurde für den Notfall ein komfortables Ersatzquartier an der Nibelungenbrücke angebracht. Nach Beendigung der Sanierungsmaßnahmen sollen die Tiere aber ihre ursprüngliche Unterkunft wiederbesiedeln können. Ein Monitoring soll den Erfolg der Maßnahmen dokumentieren.